Ölspurbeseitigung
Wie funktioniert eine Ölspurbeseitigung?
Zwei Autos krachen aufeinander, es gibt zwar keine Verletzten, aber die Straße und auch die Autos sehen ziemlich schlimm aus. Bei dieser fast schon alltäglichen Situation passiert es auch immer wieder, dass aus den verunglückten Fahrzeugen Öl ausläuft. Es muss aber nicht einmal ein Unfall sein, der für eine Ölspur sorgt, auch eine harmlose Autofahrt vielleicht durch eine wunderschöne Gebirgslandschaft, kann zu einem echten Problem werden, wenn am Armaturenbrett die Öllampe warnend aufleuchtet. In diesem Fall ist es immer eine gute Idee, an den rechten Straßenrand zu fahren, um zu sehen, ob der Wagen vielleicht schon Öl verliert, was sich auf der Straße breitmacht.
Ist dies der Fall, dann ist schnelles Handeln gefragt, denn wenn sich das Öl aus dem Motor mit dem Wasser auf einer nassen Straße verbindet, entsteht ein gefährlicher Ölfilm, der in allen Farben des Regenbogens schimmert.
Eine Todesfalle für Motorräder
Autofahrer, die nach einem Blechschaden ohne den Einsatz der Polizei Heilbronn den Unfallort verlassen, sollten sich vorher kundig machen, ob es durch den Aufprall nicht doch ein Leck am Unterboden gegeben hat, aus dem der Wagen Öl verliert. Denn auch der Autofahrer, der durch die Kontrollleuchte weiß, dass er Öl verliert, muss sich um die Ölspurbeseitigung kümmern. Vor allem auf kurvenreichen Strecken oder auf Strecken im Gebirge ist es sehr wichtig, dass der Ölfilm von der Straße verschwindet, denn er kann zu einer tödlichen Falle für Motorradfahrer werden. Der Unfall muss nicht direkt auf dem Ölfilm passieren, oftmals heftet sich auf gerader Strecke das Öl an die Reifen des Motorrads und in der nächsten Kurve passiert es dann. Die Maschine rutscht aus, der Fahrer verliert die Kontrolle und bezahlt die Nachlässigkeit anderer im schlimmsten Fall mit seinem Leben.
Keine Ölspur auf der Straße hinterlassen
Ganz gleich, ob die Ölwanne defekt ist oder ob zwei Wagen ineinander gekracht sind, wenn sich auf der Straße eine Öllache bildet, muss sie so schnell wie möglich wieder beseitigt werden. Die Autofahrer selbst können gegen die Ölspur nichts ausrichten, aber sie können und müssen sogar die Feuerwehr verständigen, die sich um die Ölspurbeseitigung kümmert. Wird die Feuerwehr nicht alarmiert oder die Stelle, wo sich die Ölspur befindet, nicht gesichert, dann droht ein Verwarngeld von zehn Euro.
Wer eine Ölspur hinterlässt, begeht eine sogenannte Ordnungswidrigkeit nach Paragraf 32 der Straßenverkehrsordnung. Dies ist übrigens auch der Fall, wenn es dem Fahrer nicht mit Absicht und ohne es zu merken, passiert. Dieser Paragraf untersagt es, die Straßen in Deutschland „zu beschmutzen oder zu benetzen“, da auf diese Weise der nachfolgende Verkehr entweder erschwert oder gefährdet werden kann. Das Hindernis, so beschreibt das Gesetz die Ölspur, muss unverzüglich beseitigt werden.
Das richtige Vorgehen bei der Ölspurbeseitigung
Hat sich nach einem Unfall oder durch ein Leck in der Ölwanne eine Ölspur auf der Straße gebildet, dann muss der Autofahrer den Abschnitt der Straße, auf dem der Ölfilm zu finden ist, mit einem Warndreieck markieren, um so andere Autofahrer, aber besonders die Motorradfahrer zu warnen.
Im nächsten Schritt wird die Feuerwehr benachrichtigt, handelt es sich um einen Unfall, dann muss auch die Polizei kommen. Die Feuerwehr wird die Straße absperren und sich um die professionelle Beseitigung der Ölspur kümmern. Handelt es sich um ein defektes Teil am Auto, was den Ölverlust verursacht, dann muss der Fahrer der Feuerwehr genau beschreiben, welche Strecke er gefahren ist. Die Feuerwehr fährt nun die Strecke ab, um nachzuschauen, ob sich vielleicht noch mehr Öl auf der Straße befindet.
Wie wird die Ölspur entfernt?
Die Feuerwehren arbeiten in der Regel mit einem Ölbindemittel, um die Ölspur auf der Straße wieder zu entfernen. Dieses Mittel bindet das Öl aber nicht nur, sondern saugt es zugleich von der Straße auf. Ist die komplette Ölspur verschwunden, entfernt die Feuerwehr auch das Bindemittel wieder von der Straße. Was dabei aber zurückbleibt, sind Rückstände des Öls, die sich in den Poren des Straßenbelags befinden. Fängt es an zu regnen, gelangen die feinen Ölpartikel wieder an die Oberfläche und stellen eine Gefahr dar.
Je nachdem, wie groß der Ölfleck oder der Ölfilm auf der Straße sind, kann die zuständige Behörde noch ein gründliches Nassreinigungsverfahren in die Wege leiten. Diese Form der Ölspurbeseitigung übernimmt in der Regel ein darauf spezialisiertes Unternehmen, was für die Beseitigung der Ölspuren eine Maschine einsetzt, die mit einer besonderen Lösung nicht nur die Oberfläche des Straßenbelags wieder porentief säubert. Diese Form der Ölspurbeseitigung ist nicht eben günstig, die Kosten können sehr schnell im vierstelligen Bereich landen.
Wer muss die Kosten für die Ölspurbeseitigung übernehmen?
Die Straßenverkehrsordnung geht nach dem Verursacherprinzip, das heißt: Fahrzeuge, die eine Beschädigung aufweisen oder derjenige, der am Unfall schuld ist, muss für den entstandenen Schaden aufkommen. Die Feuerwehr oder das Spezialunternehmen werden die Rechnung für die Ölspurbeseitigung an denjenigen schicken, der die Schuld am Ölfilm trägt. Allerdings gibt auch es Ausnahmen, wie bei jeder Regel.
Eine sogenannte Sachbeschädigung durch höhere Gewalt ist eine solche Ausnahme. In der Praxis sieht das folgendermaßen aus: Ist die Straße, über die der Wagen fährt, so beschädigt, dass es zu einem Leck am Unterboden kommt, dann muss der Fahrer nicht zahlen. Allerdings muss er erst einmal nachweisen, dass die Straßenschäden schuld am Leck waren, was aber nicht ganz so einfach ist. In den meisten Fällen bleiben die Autofahrer leider auf den Kosten für die Ölspurbeseitigung sitzen.
Riskant sogar für Autofahrer
Eine Ölspur auf der Straße bedeutet nicht nur für Motorradfahrer eine große Gefahr, auch Autos können auf dem Ölfilm ins Rutschen kommen und das kann schwere Folgen nach sich ziehen. In diesen Fällen muss immer der Verursacher der Ölspur für alle anfallenden Kosten aufkommen. Diesen Fahrer zu ermitteln, ist jedoch nur in sehr seltenen Fällen überhaupt möglich. Trifft den Fahrer, der auf der Ölspur in Schleudern gekommen ist, eine Mitschuld, weil er vielleicht zu schnell unterwegs war, dann wird er unter Umständen noch an den Kosten beteiligt. Dies ist aber von Fall zu Fall verschieden, da die Umstände, wie es zu einem Unfall durch einen Ölfilm kommt, immer wieder unterschiedlich sind. Wer eine Ölspur auf der Straße entdeckt, sollte in jedem Fall den Fuß vom Gaspedal nehmen.
Wie wird die Ölspur entfernt?
Die Feuerwehren arbeiten in der Regel mit einem Ölbindemittel, um die Ölspur auf der Straße wieder zu entfernen. Dieses Mittel bindet das Öl aber nicht nur, sondern saugt es zugleich von der Straße auf. Ist die komplette Ölspur verschwunden, entfernt die Feuerwehr auch das Bindemittel wieder von der Straße. Was dabei aber zurückbleibt, sind Rückstände des Öls, die sich in den Poren des Straßenbelags befinden. Fängt es an zu regnen, gelangen die feinen Ölpartikel wieder an die Oberfläche und stellen eine Gefahr dar.
